Photovoltaikanlage

Auch in Kleve beschäftigen sich immer mehr Privatleute mit dem Klimawandel und setzen auf erneuerbare Energien. Bei einer Fahrt durch den Niederrhein kann man feststellen, dass Photovoltaikanlagen auf Häusern, Scheunen oder Stallungen das Landschaftsbild prägen.

In erster Linie bringt man mit einer Photovoltaikanlage den ökonomischen Aspekt in Verbindung. Unterschiedliche Möglichkeiten zur Finanzierung und eine stabile Ertragslage sind weitere Gründe für eine Investition. Man sichert sich außerdem eine auf 20 Jahre fixierte Abnahmepflicht durch die Energieversorgungsunternehmen bei festgeschriebenen Einspeisungspreisen. Doch neben diesen ökologischen und ökonomischen Aspekten bringt die Installation einer Photovoltaikanlage auch steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten mit sich.

Als Betreiber einer Photovoltaikanlage ist man gewerblich mit Einnahmeerzielungsabsicht tätig und hält somit die Unternehmereigenschaft inne. Der Unternehmer kann sich dann die im Kaufpreis der Anlage beinhaltete Vorsteuer (Mehrwertsteuer) oder die Vorsteuer von anderen im Rahmen der Photovolatikanlage getätigten Investitionen gegenüber dem Finanzamt erstatten lassen

Im Rahmen der Einkommensteuer ist die Errichtung der Photovoltaikanlage zu unternehmerischen Zwecken den Einkünften aus Gewerbebetrieb zuzuordnen. Verluste können mit anderen Einkunftsarten oder mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb verrechnet werden. Wird die Anlage auf einem privat vermietetem Grundstück installiert, so infiziert die gewerbliche Tätigkeit regelmäßig die Privateinkünfte nicht.

Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 kam der Investitionsabzugsbetrag (vorher Ansparrücklage), der auch für zukünftige Betreiber einer Photovoltaikanlage von Bedeutung sein kann. Der Investitionsabzugsbetrag besagt, dass ein Unternehmer die Abschreibung für eine Photovoltaikanlage schon berücksichtigen kann, obwohl diese erst in der Zukunft angeschafft wird. Diese Abschreibung wird dann mit anderen positiven Einkünften verrechnet. Ist z.B: eine Photovoltaikanlage für das Jahr 2011 geplant, die 20.000 Euro kosten wird, kann bereits in 2009 einen Investitionsabzugsbetrag in Höhe von 40% der voraussichtlichen Anschaffungskosten, also in Höhe von 8.000 Euro gebildet werden. Daraus resultiert ein positiver Steuereffekt, woraus sich Liquiditätsvorteile ergeben. Der verbleibende Betrag in Höhe von 12.000 Euro ist dann die Bemessungsgrundlage für die zukünftige Abschreibung.

Autor: Dipl.-Kfm. Peter Hermanns Steuerberater, ist Gesellschafter der BHU Steuerberatungsgesellschaft GmbH & Co. KG und der BHU Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH in Bedburg-Hau/Kleve.

Veröffentlichung: am 10.03.2010 in der Rheinischen Post.

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